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Bella


Ein mit Hilfe von Pro Herdenschutzhunde e.V. erfolgreich vermittelter Herdenschutzhund

Wir danken an dieser Stelle allen unseren Mitgliedern und Helfern welche uns unterstützen und somit den Hunden eine bessere Zukunft ermöglichen.

        

 Kangal Bella

  

... ihr letztes Stündlein hat schon fast geschlagen gehabt, was sich dank enormer Anstrengungen gerade noch abwenden lies. Eigentlich sah keiner mehr für die vermeintlich aggressive Bella eine Chance, dennoch konnte ein passendes Zuhause geboten werden, wo sie sogleich einzog und ihren neuen Halter "zum glücklichsten Menschen" (O-Ton!) macht.


In Kürze mehr rund um den Fall ...


(Eintrag vom 25.07.2007)
Von der Seele gebellt

 oder

Meine Erfahrungen mit Menschen

 von Soma (Bella) der Kangal - Mix Hündin

 

Februar 2005 – irgendwo in Deutschland

Ich komme als Kangal-Mix Mädchen auf die Welt und kurz danach komme ich zu einer jungen Frau, mit der ich sehr viel Spaß habe. Sie geht regelmäßig mit mir spazieren an einem See und wir lernen dort einen anderen Menschen mit einem Hund kennen. Das Leben macht Spaß und meine Welt ist in Ordnung – bis auf eine Kleinigkeit: Warum merkt mein Mensch nicht, dass ich sehr viel Kangal – Blut in mir habe und deshalb ganz klare und eindeutige Regeln brauche?! Warum kann mein Mensch denn nicht ein bisschen konsequenter sein, damit ich eindeutig den Platz erkennen kann, den mein Mensch für mich vorgesehen hat?! Es liegt mir seit 2.000 Jahren in den Genen

·         beim Fehlen von Regeln, sie selbst aufzustellen,

·         beim Fehlen von Stärke sie für mein Rudel zu zeigen,

·         beim Fehlen von Initiative sie selbst zu ergreifen.

Genau dafür hat man meine Artgenossen und mich schon seit sehr langer Zeit gezüchtet. Meine Doggenverwandtschaft hat doch nur mein Aussehen etwas verändert, nicht aber den Charakter, den die Menschen von mir erwarten! Sehr eigenartig…

 

Winter 2005/2006

Irgendwie merke ich, dass etwas nicht stimmt. Mein Mensch hat etwas vor, ich spüre das. Wir gehen zu unserer „Am-See-Spazieren-Gehen-Freundschaft“, mein Mensch bindet mich dort an die Türklinke und geht. Wird wohl gleich wiederkommen… Jetzt wird mir die Zeit aber zu lang. Das bisschen Leine habe ich doch mit einem kurzen Ruck erledigt. Wo ist mein Mensch? Am See!Nix wie hin! Da finde ich sie! Keiner da. Irgendwann taucht sie auf – ganz bestimmt… Etwas anderes kann ja gar nicht sein! Wir gehören doch zusammen! Was kommt denn da? Spaziergänger. Sollen mich in Ruhe lassen, ich muss hier auf meinen Menschen warten. „Kommt mir nicht zu  nahe!“ Die begreifen das nicht! Dann werde ich laut! Ups! Funktioniert. Sie halten Abstand! Was ist denn nun? Neue Menschen… mit komischen grünen Sachen – sehen alle gleich aus und haben putzige Mützen auf. Kommt mir nicht zu nahe! Ich habe hier einen Job zu erledigen, für den Ihr mich beschaffen habt. Ich muss diesen Platz beschützen, damit mein Mensch wieder kommen kann! Die Grünmützen diskutieren und greifen zur Pistole – sind die denn jetzt total daneben? Dann kommt ein neuer Mensch dazu… der telefoniert und jetzt kommt der nächste… mit einem Gewehr.Donnerwetter! Was für ein Theater, weil ich hier meinen Job mache. Wie soll man diesen Menschen denn vertrauen? Findet sich denn da keiner, der mich versteht? Was war das!? Aua! Da sitzt mir was im Fell. Oh je – mir wird aber schwindlig, die Augen werden schwer, die Knochen müde. Ich muss jetzt schlafen.

 

Wo bin ich? Lauter Gitter, viele Hunde, keine Menschen… hier will ich aber nicht alt werden! Da kommen zwei Menschen, mal sehen ob die mich verstehen. Nach einer Woche hier in diesem Tierheim muss doch endlich mal einer mit mir klar kommen…Erst einmal richtig Krach machen… „Holt mich hier raus!“

Der Mann ist toll, kommt einfach rein, nimmt mich an die Leine. Endlich mal jemand, der mich versteht. Mehr Krach… „Geh mit mir hier raus! Ich kann Dich und Deine Frau beschützen. Nehmt mich in Euer Rudel auf und zeigt mir den Platz, den ich für Euch ausfüllen kann.“

 

Na gut. Die Autofahrt war toll und mein neuer Platz bei den beiden Menschen gefällt mir auch. Jetzt muss ich nur noch herausbekommen, wie der Hase hier läuft ... wer hat hier eigentlich wem was zu sagen und wer ist hier das Alfa-Tier? Das bekomme ich fix heraus. Aha! Fressen steht den ganzen Tag da… also kann ich hier futtern, wann ich will und meine Menschen essen immer nach mir. Muss ich wohl wieder den Chef spielen… Kann aber eigentlich nicht sein. Ich will mich doch gern unterordnen. Das muss geprüft werden: Einfach mal ein bisschen grober zu ihm werden. Oh je… das tat ihm weh… jetzt muss er mir aber zeigen, dass ich zu grob war… Was sagt die Frau? Er soll sich ein Handtuch um den Arm wickeln… Na da kann ich ja noch doller… Wenn sie es so wollen… O.K.!  Mein Frauchen muss nachts arbeiten. Die haben mir zwar schon meine eigene Couch gegeben, damit ich auch auf ihrer Höhe liegen kann und damit meine Führungsrolle bestätige, aber das kann doch auch nicht sein. Das muss geprüft werden: Nix wie rein in Frauchens Bett! Keiner schimpft… Sehr eigenartig! Frauchen kommt und will in ihr Bett. Hoffentlich zeigt sie mir jetzt endlich, dass ich hier nicht Chef spielen muss und verweißt mich auf einen Platz, der nicht auf der gleichen Höhe ist wie Ihrer. Erst einmal richtig knurren. „Zeig mir doch, dass Du hier der Chef bist! Bitte!“ Was tut sie denn jetzt?! Sie lässt mich in ihrem Bett weiter schlafen… Das gibt es doch gar nicht.  Oh, Besuch, na das geht hier gar nicht! Wenn Frauchen und Herrchen nicht fähig sind, unser Rudel zu führen, dann eben ich. Es ist nicht das was ich will, aber es geht ja nun nicht anders. Was muss ich tun, damit ich endlich ein Rudel finde, in dem ich einen festen Platz habe?!!!

Nun noch der Umzug auf das kleine Grundstück… keinen festen Platz in unserem Rudel, keine klaren Regeln, Stress in aller höchster Form!!! Dem muss ich Luft machen! Frauchen und Herrchen bekommen jetzt auch Stress. Wir leiden alle. Dabei wäre es so einfach. Warum kommt mich Frauchen denn immer wieder streicheln und knuddeln?! Versteht sie nicht, dass ich damit nur noch weiter in der Hierarchie aufrücke und immer unsicherer werde?! Warum ignoriert sie mich nicht einfach?! Das bedeutet für mich doch zwangsläufig, dass sie die Chefin ist.

 

Was ist jetzt? Sie telefoniert… mit dem Tierheim… Da will ich aber nicht wieder hin! Was hat die Tierheimleitung gesagt? Ich werde dort auf keinen Fall aufgenommen… und wenn, dann würde man mich töten?! Was ist das denn für eine Welt… gibt es denn hier keinen, der mich versteht…?! Meine Ahnen bewachen und beschützen seit 2.000 Jahren den Menschen mit seinem Vieh. Dann werde ich hier in eine Umgebung geboren, wo es kein Vieh gibt. Mir fehlt die Weite und vor allem – die Aufgabe!!! Wenn ich von meinen Menschen keine bekomme, dann muss ich mir eben eine suchen… Sehen die denn nicht, dass ich vor lauter Unsicherheit fast krank werde?! Die Leute im Tierheim sollen doch angeblich was von Hunden verstehen… Warum merkt die Leiterin des Tierheimes denn dann nicht, dass ich so verdammt unsicher bin. Man hat mir keine klare Position gegeben, folglich musste ich mir eine suchen. Dann kam einfach kein Besuch mehr, weil ich jeden lautstark gefragt habe, ob er denn nun endlich ein Rudelführer ist. Die hatten aber alle nur Angst und meine Menschen konnten mich einfach nicht verstehen. Klar sind meine Menschen jetzt stink sauer, dass ich nun getötet werden soll. In drei Tagen ist der Termin…

Was kommt denn da?! Ein neuer Mensch am Zaun! Frauchen mit ihm draußen. Erst einmal ran an den Zaun, senkrecht hoch und ihm gezeigt, wer hier wen beschützt. Was denn nun? Der lässt sich ja gar nicht beeindrucken?! Setzt sich mit dem Rücken zu mir direkt vor denn Zaun.
Die Körpersprache kannte ich doch irgendwie… Was hieß denn das doch gleich? Was man so in zwei Jahren alles verlernen kann… Aber sonderlich viel Gefahr scheint von dem Neuen wohl nicht auszugehen… Eigenartig?! Könnte das endlich ein Mensch sein, der mich versteht? Herrchen platziert mich im Auto und wir fahren auf einen Feldweg. Spazieren gehen… Super!Huch! Da steht ja wieder der neue Mensch, der vorhin am Zaun war. Laut bellen, damit er Abstand hält… Jetzt dreht der mir den Rücken zu… Genau wie vorhin – vielleicht will er mir sagen, dass von ihm keine Gefahr ausgeht? Wie zum Teufel soll ich denn nun mit der Situation umgehen? Was jetzt? Keiner hat mich auf eine solche Situation vorbereitet… Könnte ich doch diesen Situationen viel entspannter gegenüber treten. Was tut denn Herrchen? Er zeigt mir auch nicht, dass es sich hier um eine ungefährliche Situation handelt. Er ist total angespannt. Also muss von dem neuen Menschen doch irgendwie Gefahr ausgehen. Auf der anderen Seite schaut der mich nicht einmal an. Man ist das eine total verfahrene Situation! Also muss ich hier wieder einmal klären – warum nur immer ich?!  Also ran an den Menschen und hoch. „He!!! Du Mensch Du!!! Sei nicht sauer, aber ich kann nicht anders.“

Was ist denn jetzt. Du rangelst mit mir?! Wieso läufst Du denn nicht weg? Alle anderen haben es doch auch getan. onnerwetter! Das muss ein Alfa-Mensch sein. Dem weiche ich wohl besser am Anfang etwas aus. Jetzt spricht er mit Herrchen und Frauchen. Bisher musste ich mich immer zwischen meine Menschen und den Besuch stellen. Schließlich hat mir keiner gezeigt, wer denn hier die Entscheidungen trifft. Aber bei dem neuen scheint es anders zu sein. Ich versuch mal die beiden zu splitten. Mal sehen ob der Neue das merkt. Tatsache. Der lässt mich gar nicht dazwischen. Jetzt steige ich in ein neues Auto. Riecht nach dem neuen Menschen und – was ist denn das – ein Rüde. Sieht ja genauso aus wie ich… Schafft der Neue mich jetzt zum Tierarzt? Ist es jetzt so weit, dass meine letzte Stunde geschlagen hat?Der Rüde scheint irgendwie auf mich zu stehen… Von dem Neuen kommt überhaupt keine Reaktion - kein Streicheln, keine Zuneigung, der ignoriert mich total. Was passiert hier mit mir? Drei Stunden lang geht mir nur das eine durch den Kopf: Wo sind meine Menschen und was hat der Neue mit mir vor? Verdammt ist das ein Stress!


Jetzt fahren wir auf ein Grundstück. Schön groß, mitten im Wald. Das schaue ich mir mal an. Der Neue scheint wohl hier die Hosen an zu haben. Also wie Tierarzt und „Letztes Stündlein“ sieht das hier nicht aus. Ist das etwa mein neues Rudel? Habe ich jetzt die Chance auf einen eindeutigen Platz? Also wohl fühle ich mich ja jetzt schon. Da muss ich mich erst einmal kräftig auf dem Rücken wälzen. So, jetzt kommt das übliche Spiel um einfach mal zu schauen, wie konsequent mein neuer Mensch wirklich ist.Also Kopf auf das Bein. Die anderen haben immer gedacht, dass ich damit meine Zuneigung zeige. Huch! Der will das nicht. Donnerwetter, der hat aber einen Taburaum um sich. Genau wie bei meinen Verwandten den Wölfen, da darf dem Chef auch keiner zu nahe kommen. Wenn das einer schafft, dann ist der Chef nicht mehr Chef. Variante zwei: Quietschen und Jaulen. Das haben die anderen auch immer als Zuneigung verstanden. Nun streichel mich doch endlich, damit ich meinen Willen habe. Macht der auch nicht: Stattdessen schickt der mich an meinen Platz. Wo steht denn hier nun das Fressen? Wie?! Mein Mensch frisst vor mir?! Und ich nach ihm?! Das heißt ja wohl dann, dass er sich die besten Stücke raus sucht. Der macht mir aber recht eindeutig klar, wo ich hier stehe.


 

Ah – jetzt gehen wir spazieren. Natürlich bin ich die erste am Tor. Das Ding geht auf und… was denn jetzt? Mein Mensch geht als erster?! Kann ich mich da nicht irgendwie durchmogeln? Keine Chance. Der muss seine Augen überall haben. Dann versuchen wir doch mal ob der mit mir spielt, wenn ich es für richtig halte. Das interessiert den gar nicht! Hm… dann kann ich ja wenigsten den Rüden ein bisschen unterdrücken. Geht auch nicht so richtig, weil dieser Mensch irgendwie ständig zwischen uns ist. Aber hier ist die Gelegenheit. Jetzt mache ich mit dem Rüden mal ein bisschen ernst.

Oh! Der Rüde ist nicht ohne und nun kommt auch noch der Mensch an. Was jetzt? Der wirft mich tatsächlich auf den Rücken und wartet bis ich ruhig liege. Das hat auch noch keiner geschafft. Also Kämpfe um Rangordnung scheinen hier auch verboten zu sein. Die Situation wird immer klarer für mich. Das eine darf ich und das andere nicht. Aber eine Chance habe ich noch. Da kommt Besuch. Da ziehe ich das übliche Theater durch. Mein Mensch wird aber sauer. Ups! Jetzt werde ich auch noch nass, wenn ich den Besuch vertreiben will. Scheint hier anders zu sein… Besuch anbellen ist hier unangenehm, weil man nass wird. Außerdem zeigt mir mein neuer Mensch, dass er hier derjenige ist, der entscheidet, ob Besuch rein darf oder nicht. Jetzt habe ich das mit Besuch schon sooft probiert und jedes Mal wurde es unangenehm. Also überlasse ich das meinem neuen Herrchen. Soll der sich doch darum kümmern und ich kann mich entspannen.

 

Wo fahren wir denn jetzt hin? Das hier scheint das Büro von Herrchen zu sein. Zum Teufel, da sind aber viele Menschen. Der Rüde scheint sie alle zu kennen und freut sich bei jedem. Werde ich hier auch nass, wenn ich die vertreibe? Hilfe! Nass nicht, aber dieser Krach hat mich total erschreckt.

Hier ist also Krach, wenn ich Menschen vertreiben will. Dann macht vertreiben auch keinen Spaß mehr. Also kann ich auch zu den vielen fremden Menschen mal vorsichtig hinschauen.

 

Jetzt bin ich nun schon vier Wochen bei meinem neuen Herrchen. Mein Frauchen ist genauso unterwegs wie er und lässt auch keine Luft an die Rangordnung. Mit dem Rüden brauche ich sicher noch ein bisschen und auch mit den fremden Menschen. Aber mein neues Rudel hat sehr klare Spielregeln und hier fühle ich mich wohl. Herrchen und Frauchen lösen die Probleme für mich und ich kann nachts aufpassen. Der Rüde ist manchmal ein bisschen durcheinander, weil er glaubt, dass er Eichhörnchen fangen könnte, aber ein paar Zugeständnisse muß man den Kerlen wohl machen. Den ganzen Tag mit meinem Rudel zusammen. Herrchen und Frauchen sind echte Alfa-Tiere. Gespielt und gefressen wird, wenn die beiden das bestimmen, ich werde fast jeden Tag auf eine andere Art gefordert. Mal muß ich meine Nase riesig anstrengen um eine Spur zum Futter zu finden – ich kann Euch sagen – das macht müde und ein anderes Mal spielen wir mit Stöcken, die ich aber nicht für mich behalte. Wenn ich sie zu meinen Menschen bringe sind die immer richtig froh. Herrchen fährt mit mir am Wochenende immer mit dem Fahrrad aus und da kann ich mich so richtig dolle austoben. Die Spaziergänge sind auch toll, weil es hier in dem Wald ganz viele Tiere gibt. Leute – das Leben macht wieder Spaß.

 

Zwei Dinge möchte ich am Ende noch sagen:


Ihr habt uns zu dem gemacht, was wir sind: Raubtiere, die sich Euch aus praktischen Gründen angeschlossen haben. Wir kommen durch Euch zum Beispiel einfacher an unser Futter. Mit dem, was Ihr unter „Liebe“ versteht, können wir überhaupt nichts anfangen. Ihr solltet endlich begreifen, dass wir nicht fähig sind, das Gleiche zu empfinden. Zeigt uns diese Liebe, in dem Ihr uns das Leben mit Euch leicht macht. Das ist ganz einfach: Vermenschlicht uns nicht – wir sind nicht wie Ihr(!), gebt uns einen klaren Platz in Eurer Hierarchie – alles andere bereitet uns höchsten Stress und gebt uns eine Aufgabe – lange Weile ist für uns genauso schlimm wie fehlende Regeln.

 

Als zweites solltet Ihr wirklich einmal darüber nachdenken, ob in Euren Tierheimen die richtigen Leute an den richtigen Stellen sitzen. Ich hatte Glück! Meine Menschen haben sich an den Pro Herdenschutzhunde e.V. gewendet und dort kannten sie meine neuen Menschen, bei denen es mir viel besser geht. Wie viele meiner Artgenossen haben dieses Glück nicht und gehen von dieser Welt, obwohl Ihr uns nicht verstanden habt und Euch auch nicht die Mühe gemacht habt, mit uns in unserer Sprache zu kommunizieren.

 

Herzliche Grüße

Eure Soma

 

Nachwort von Jens Müller

 

Liebe Leser,

meine Frau und ich sind die neuen Menschen der Soma. Ich fand sie in einer Situation vor, in der sie jedes Fünkchen Sicherheit verloren hatte und sich genauso verhielt - scheinbar fürchterlich aggressiv. Soma ist noch nicht ganz durch, durch das Nadelöhr, aber ich bin mir sicher, dass wir in 2-3 Monaten einen fantastischen Vierbeiner in unserem kleinen Rudel haben. Mir ist durchaus klar, dass der Bericht sich in einer Kernaussage widerspricht:

Unsere Hunde sind nicht fähig Emotionen wie wir sie haben zu empfinden und trotzdem ist der Bericht auf diese Weise verfasst. Leider kommt es immer häufiger zu Missverständnissen zwischen Mensch und Hund, weil genau dieser Punkt außer Acht gelassen wird. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass viele Menschen solche Geschichten nur wirklich verstehen, wenn man sie auf diese Art und Weise erzählt. Mir kommt es darauf an, unsere Vierbeiner mit ihren Augen zu sehen und nicht mit unseren. Mir kommt es darauf an, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind, die wir in dem Moment übernehmen, wo wir einen Hund zu uns holen. Und nicht zuletzt ist der Bericht auch ein sehr ernst zu nehmender Vorwurf an das Tierheim ***. Hier wäre durch mangelnden Sachverstand und/oder fehlendes Interesse um ein Haar ein fantastisches Tier getötet worden. Es gibt durchaus Situationen, in denen wir uns ob unserer Oberflächlichkeit zu tiefst schämen sollten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller,  Machern/Leipzig

im Juli  2007




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Letzte Änderung: 26. Jul 2007