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Perro de Pastor Mallorquin

Der Perro de Pastor Mallorquin (Ca de bestiar)
 

Der Perro de Pastor Mallorquin (Ca de bestiar) ist ein Herdenschutzhund, der auf den Balearischen Inseln gezüchtet wird. Außerhalb Spaniens ist er relativ unbekannt, in seiner Heimat recht verbreitet. Man trifft ihn auf allen Farmen und in den Dörfern der Balearen. Er ist robust, kräftig und ein guter Wächter, der außerordentlich territorial eingestellt ist und sich im übrigen als äußerst lernfreudig und intelligent erweist. Der Perro de Pastor Mallorquin ist seinen Besitzern gegenüber loyal und angenehm, sie werden aber selten als reine Haushunde gehalten. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz von Haus, Hof und den Viehherden. Fremde werden zunächst ungern akzeptiert.


Rasse:
Perro de Pastor Mallorquin
Weitere Namen: Ca de bestiar
Herkunftsland: Balearen, Spanien
Verwendung: Herden- und Territoriumsschutz
Farbe: schwarz (Langhaar, Kurzhaar)
Größe: Rüde 66—73 cm, Hündin 62—68 cm
Gewicht: Rüde bis 45 kg, Hündin bis 40 kg

Der Ca de Bestiar (Perro de Pastor Mallorquin) entstand vermutlich aus verschiedenen, den heimischen Schäferhunden eingekreuzten kastilischen Bauernhunde die von je her mit dem Schutz von Viehherden betraut waren. Das genaue Alter dieser, ausserhalb der Balearen relativ seltenen Rasse, kann nicht genau benannt werden. Sicher ist, dass es sich um eine sehr alte Rasse handelt die bis in die sechziger Jahre hinein zum Schutz von grossen Herden eingesetzt wurde. Noch heute ist der Perro de Pastor Mallorquin auf den Balearen weit verbreitet. Inzwischen gibt es längst nicht mehr so große Herden und die Aufgabe des Ca de Bestiar wandelte sich vom Herdenhund zum Wach- und Schutzhund der bäuerlichen Anwesen. Entgegen anderen bekannten Herdenschutzhunden aus Europa (Pyrenäenberghund, Kuvasz, Maremmano Abruzzese u.a.) besitzt der Perro de Pastor Mallorquin ein schwarzes Fell. Dabei wird zwischen der Kurzhaar- und Langhaarvariante unterschieden. Am Tage weniger von Vorteil, sind die Hunde in der Nacht praktisch nicht zu erkennen. Typisch für Rasse sind auch die mandelförmigen Augen. In Spanien ist die Rasse in der Vergangenheit auch als Polizeihund eingesetzt worden.

Bis Anfang der 30er Jahre war die Rasse auf den Balearen weit verbreitet und bei den Landwirten wegen ihrer Wachsamkeit und der sprichwortlichen Zuverlässigkeit sehr beliebt. Mit dem Einzug der Diktatur in Spanien und dem 2. Weltkrieg ging das Interesse an den Hunden und somit auch deren Population zurück. Mit Beginn des Tourismus wurde zunehmend die einheimische Rasse mit anderen, kontinetaleuropäischen Rassen gekreuzt, so dass der ursprüngliche Rassetypus verloren zu gehen schien. Erst 1967 wurde das langsame Aussterben des Perro de Pastor Mallorquin bemerkt und diese Tatsache als ernstes Problem erkannt. Seit diesem Zeitpunkt wurde der Perro de Pastor Mallorquin wieder in Reinzucht gezüchtet. Dazu wurden die wenigen reinrassigen Rüden und Hündinnen in einem Zuchtprogramm zusammengefasst. 1975 wurde der internationale Rassestandard für den Ca de Bestiar (Perro de Pastor Mallorquin) festschrieben und im Jahre 1980 konnte der erste Ca de Bestiar auf einer Ausstellung betrachtet werden. Im Jahre 1985 konnten 87 Welpen in das Zuchtbuch eingetragen werden.
 



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Letzte Änderung: 7. Sep 2010