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Kaukasische Owtscharka

Der kaukasische Owtscharka (Kavkazskaïa Ovtcharka)
 
 
Der Kaukasische Owtcharka ist eine sehr alter Rasse, bei ihre Entstehung waren der Mastiff und Hunderassen des Tibets, Spaniens sowie Hunderassen die mit den Scharfherden durch Europa und Asiens zogen beteiligt. Der echte Kaukasische Owtscharka, auch bezeichnet als der Kaukasische Berghund, ist ein Herdenschutzhund von überdurchschnittlicher Größe und Kraft. Er ist mit einer robusten Konstitution und einem tiefverwurzelten Misstrauen gegenüber Fremden ausgestattet.

 

Rasse: Kaukasischer Owtscharka
Weitere Namen: Caucasian Ovtcharka, Caucasion mountain dog (USA), Owtscharki
Herkunftsland: Russland, Kaukasusgebiete, (ehem. Sowjetunion)
Verwendung: Herden- und Territoriumsschutz
Farbe: grau, silber, rötlich, gelblich, brauntöne, schwarze Maske
Größe: Rüden: 70 - 85 cm, Hündinnen: 65 - 75 cm
Gewicht: Rüden: bis 70 kg, Hündinnen bis 60 kg


Der Kaukasische Owtscharka stammt aus den Gebirgsregionen Georgiens, Armeniens, Aserbaidschans, Dagestan, Transkaukasien und den Steppen des nördlichen Kaukasus und Astrachans. Über Jahrhunderte wurde der Kaukasische Owtscharka als Wachhund und Herdenschutzhund eingesetzt. Die Treue und Ergebenheit dem Besitzer gegenüber, die unbestechliche Wachsamkeit und die Grimmigkeit mit der Schutzbefohlene verteidigt werden sind legendär. Die dieser Rasse innewohnende Härte, Widerstandskraft und die Fähigkeit, sich unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen anzupassen, haben die weite Verbreitung in fast alle Regionen der früheren UdSSR ermöglicht. Im Verbreitungsgebiet gibt es viele, Regional verschiedene Schläge. Je nach Verwendung der Hunde in einer Region für Unterschiedliche Aufgaben gibt es auch hinsichtlich der Größe und des Körperbaues deutliche Variationen. Die Geschlechtsunterschiede sind deutlich ausgeprägt.

Grundsätzlich sind die Hunde des Transkaukasus sehr groß und von stämmiger Statur, jene der Steppengebiete haben einen schmaleren, leichteren Körperbau und sind hochbeiniger und behänder als die Bergkaukasen. Der moderne Zuchtstandard spricht aber trotz aller Unterschiede nur von einer Rasse. Wichtiger als bestimmte Farben oder Details des Körperbaus ist der gesunde, kräftige und harmonische Gesamteindruck des Hundes sowie Ausgewogenheit der Proportionen der einzelnen Körperpartien. 1952 wurde die Zucht noch in zwei eindeutige Rassen unterteilt. Der transkaukasische Ovtcharka, der schwerere, massivere Hund der Gebirgsregionen, und der kaukasische Ovtcharka, der leichte, und hochbeinige Hund der Stepperegionen.

Owtscharkas haben ein hochentwickeltes Nervensystem, ein ausgeglichenes Temperament und eine hohe Reizschwelle. Grundsätzliche Verteidigungsbereitschaft sowie Misstrauen gegenüber Fremden sind typische Verhaltensweisen.

Im Jahre 1976 wurden die beiden Rassen zusammengefasst und als eine Rasse von der FCI anerkannt. Sie sind unter der FCI Nr.328 aufgeführt. Alle regionalen Schläge sollen unter diesem Standard bewertet werden, ohne einen bestimmten Typus zu bevorzugen. Hunde, die Eigenschaften aufweisen, die als Disqualifikation gelten, sollen von der Zucht ausgeschlossen werden. Die ersten Kaukasischen Owtscharkas kamen mit der Sowjetischen Arme 1969 in die ehemaligen DDR. Etwa 10 Jahre später, 1980, kamen die ersten Kaukasen in der Bundesrepublik Deutschland. 1981 wurde der erste Club unter dem Namen KOC (Kaukasischer Owtscharka Club) gegründet. Die erste Satzung des KOC ist vom 25.04.1987. Der KOC ist im Vereinsregister des Amtgerichts Köln unter der Nummer 43 VR 8352 eingetragen.

Text: Wolfgang Brödner

Bild Nr. 1: Kaukasischer Owtscharka, Hündin, Name: Gitera,
Besitzerin: Petra Brödner

Bild Nr. 2: Kaukasischer Owtscharka, Rüde, Name: Nanuk,
Besitzerin: Karin Klimmek

 

 



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Letzte Änderung: 21. Jan 2005