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Karakachan

Der Karakachan
 
 
(Pro HsH) Der Karakachan-Herdenschutzhund ist ein massiver, gut proportionierter Hund, dessen Aussehen Stärke und Respekt ausstrahlt. Er zählt in Bulgarien zu den traditionsreichsten und kulturell wertvollsten Tieren. Die Rasse besitzt Mut und Würde, kombiniert mit Ruhe und Loyalität gegenüber seinem Herren. Seit je her ist der Karakachan treuer Begleiter der Hirten Bulgariens gewesen, seine gemäßigten Charaktereigenschaften, die unerschütterliche Ruhe sowie seine einzigartige Selbstachtung zeichnen ihn geradezu aus. Der Karakachan-Herdenschutzhund ist eine der ältesten Herdenschutzhunderassen. Nach der Verstaatlichung des privaten Viehs in Bulgarien im Jahre 1957, wurde die Haltung von Herdenschutzhunden als "nicht erforderlich" eingestuft und eine große Anzahl der Hunde wurde getötet.
Rasse: Karakachan
Weitere Namen: Karakachansko Kuche, Karakachan Dog
Herkunftsland: Bulgarien
Verwendung: Schutz des Territoriums und der Viehherden, Wachhund
Farbe: schwarz, grau, braun, gefleckt, fuchsfarbener bis gelblicher Einschlag, selten ganz weiß
Größe: Rüden 63 - 73 cm, Hündinnen 60 - 70 cm
Gewicht: Rüden 40 -50 kg, Hündinnen 35 - 45 kg

Der Ursprung der Rasse ist, wie so oft, nicht eindeutig zu klären. Verschiedene Veröffentlichungen beschreiben den Karakachan, bedingt durch die Wanderschaft der Hirten mit ihrem Herden, sehr ursprünglich als Kreuzung zwischen dem Tibetanischen Mastiff, mittelasiatischen Schäferhunden sowie den kaukasischen Herdenschutzhunden, dem Karabash und dem Akbash.

Der Karakachan-Herdenschutzhund verdankt seinen Namen den alten Stämmen der bulgarischen Slawen. Diese nomadischen Viehzüchter sind als Walaohians (Romanised Thracians) oder als Karakachans (Hellenised Thracians) bekannt. Der Name "Karakachan" ist türkischen Ursprungs und bedeutet "schwarzer Flüchtling". Den Ausführungen des zuchtbuchführenden bulgarischen Verbandes zufolge, wird der Karakachan 1938 in einer deutschen kynologischen Schrift erstmalig erwähnt. Die Heimat des Karakachan sind überwiegend die Dörfern der Gebirge Rhodope, Rila, Pirin, Strandzha sowie des Stara Planina (Balkan-Gebirge). Neben ca. 50 Tierarten dieser Gebirgsregionen verdient vor allem der Karakachan in Erhaltungsprogrammen größte Aufmerksamkeit.

In Bulgarien kümmert sich die "Bulgarian Biodiversity Preservation Society Semperviva" (BBPS Semperviva) seit 1992 erfolgreich um die Zucht der gefährdeten Karakachan-Herdenschutzhunde, die im Rahmen eines landesweiten Wolfschutzprogrammes eingesetzt werden. Das BBPS Semperviva-Projekt wird in Zusammenhang mit Naturschutz und Herdenschutzhunden u.a. durch die Vereinigung "Euronatur" und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt finanziert. Mittlerweile blickt das "Projekt Karakachan-Herdenschutzhunde" auf eine mehr als 10-jährige erfolgreiche Arbeit zurück. 1992 begannen Wissenschaftler und Projektmitarbeiter typische und ursprüngliche Karakachan-Herdenschutzhunde zu suchen und in einem Zuchtprogramm zusammen zufassen. Mit den registrierten Hunden wurde die Karakachan-Herdenschutzhundezucht neu aufgebaut. Ausserhalb Bulgariens ist der Karakachan praktisch unbekannt.
 



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Letzte Änderung: 7. Sep 2010