 |
|
Ein durch Pro Herdenschutzhunde e.V. erfolgreich vermittelter Herdenschutzhund
Wir danken an dieser Stelle allen unseren Mitgliedern und Helfern welche uns unterstützen und somit den Hunden eine bessere Zukunft ermöglichen.
|
Kaukase Tubsi
"Tubsi geht es sehr gut, er hat natürlich viel gesehen und erlebt und ist soooo voller Liebe ("schau mir in die braunen Augen Kleines") - nicht nur uns gegenüber da Sunny ja auch ausgerechnet jetzt läufig werden musste. Wir sind sehr stolz auf seine Entwicklung in dieser kurzen Zeit, er gehorcht schon ganz gut ("hören" tut er uns zweifellos immer), läuft teilweise schon sehr anständig ohne Leine und hat ganz offensichtlich Spaß an der neuen Freiheit. Manchmal vermisst er wohl jemanden zum Raufen, da kommen wir dann nicht drumherum, aber er ist recht vorsichtig dabei ... der Spaß darf ja auch nicht zu kurz kommen ;-)) Was bleibt sonst zu erzählen? - der "Tubs" genießt das Bürsten sehr, bleibt ein paar Stunden locker alleine und schläft dann friedlich (auch nachts macht er keinen Piep), beschnuppert brav alle anderen Tiere (ja, den Katzen geht es gut!) und wird insgesamt bestimmt der "TOP DOG 2007".
Tubsi's Vorgeschichte zum nachlesen...>>

Tagebuch
(17.12.2006) Tubsi hat sich - mit kleinen Ausnahmen - weiter von seiner besten Seite gezeigt. Es gab eine mittlere Rangelei mit Herrchen um die Frage, wer eigentlich während Frauchens Abwesenheit auf deren Fellweste aufpasst, aber das konnte geklärt werden. Zudem wurde intensiv das Thema Ansteigen bearbeitet und ihm erfolgreich andere weniger energische Ausdrucksmöglichkeiten für die Aussagen "Ich habe Dich soooo lieb!" oder "Ich bin gerade so unsicher!" vermittelt. Tubsi kann jetzt:beim Bürsten und Kuscheln mit komplett ausgestreckten Vorder- und Hinterläufen auf dem Rücken liegen (wir werden das gelegentlich fotografieren - sieht sehr albern aus), ins Auto rein- und rausspringen, fast immer ohne Leine laufen, Treppen steigen, Katzen knutschen und wenn sie knurren schnell weggehen ... und brav neben dem Schreibtisch liegen wenn Frauchen Emails schreibt Es läuft also wirklich ganz toll und er bemüht sich stets darum, der allerbeste Hund der Welt zu sein. Für die Katzen ist es jetzt auch viel entspannter geworden als unter "Bobos" Regime. Wir sind zuversichtlich, dass ihn das Lob unserer Mitmenschen für sein hübsches Gesicht, sein tolles Fell und sein feines freundliches Auftreten auch langfristig nicht zu überheblich werden lässt.
(25.12.2006) Tubsi hat also sein erstes Weihnachten in einer richtigen eigenen Familie allerbestens hinter sich gebracht. Unser kleines Streifenhörnchen (die derzeit modische Winterlackierung) hat eine Menge Leckerstangen von der Schwiegerfamilie, einige Knochen und richtiges echtes Fleisch geschenkt bekommen - natürlich nur das Beste wo "XXL-Pack in 1a gütesiegelgeprüfter Qualität" draufsteht und die Packung teurer ist als der Inhalt ;-)) Etwas beunruhigend an der Sache ist nur, dass die "geprüfte Hundefutterqualität" offensichtlich wesentlich besser schmeckte als das Fonduefleisch. Ein einziges kleines geraubtes Stück vom Tisch führte kurzerhand zum Urteil "ungenießbar" und der Rest des Teller blieb verschont. Naja, wir fanden das Essen ganz gut .... Ansonsten gab es Gassi bis zum Umfallen - im wahrsten Sinne des Wortes: Der Kleine ist ja sooo ruhig geworden. Die Knipsenspielen- und Ansteigattacken sind deutlich zurückgegangen, teilweise auf Null. Auf dieser Basis ist natürlich auch echtes Spielen wieder drin und Tubsi freut sich wie verrückt über eine ordentliche leinenfreie Galopprunde über den Acker voller Kuhmist. Damit kann man ürigens auch toll nach Herrchen schmeißen! Nach so kurzer Zeit sind wir mehr als überrascht wie schnell ein echter Haushund aus ihm wurde und so langsam keimt die erste Wachsamkeit. Während der große Schutzhund die Haustür eher im Schlaf mit seinem Gewicht als mit seinem Knurren versperrt, hörte man heute ein erstes lautes Bellen im Garten gepaart mit dominantem Rasenkratzen. Prädikat: ausbaufähig!
(21.01.2007) Tubsi und sein Rudel sind frisch erholt und unverletzt aus dem Skiurlaub im österreichischen Gasteinertal wieder im heimischen Rosengarten eingetroffen. Apropos "Heimat" - wie die Bilder zeigen, hat Tubsi in den Böcksteiner Bergen seine wahre Bühne gefunden. Wenn dieser Hund nicht auf den Berg gehört, dann wissen wir's auch nicht!!! Unser kleiner Superknippser hat die lange Autofahrt und die Pausen auf diversen Rastplätzen prima gemeistert, ist locker ins Auto gesprungen und hat auf dem Hin- und Rückweg ganz friedlich hinten geschlafen. Unvorstellbar, dass Tubsi noch vor sechs Wochen überhaupt nichts vom Autofahren gehalten hat! Auch in der Pension hat er sich von seiner besten Seite gezeigt und war wohl auch ganz froh, dass er sich in unseren Skilaufzeiten von der ganzen Gassigeherei erholen konnte. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Mühe sich unser "Tups" gibt ein feiner Familienhund zu werden. Richtig festes Durchbürsten dass die Wolle fliegt findet er immer noch prima! Zur Zeit ist er an der Leine etwas rüpelhaft gegenüber anderen Individuen, ohne Leine ist es kein Problem. Das scheint das Flegelalter im Anschluß an die Welpenphase zu sein, müssen wir halt dran arbeiten bzw. schauen, wie es sich weiter entwickelt. Morgen wird dann eine Überdachung an der hinteren Hauswand gebaut, nützt nix, wenn der Schmuddelhund teilweise unbedingt draußen liegen möchte - die Mulde an der Wand ist schon fertig gebuddelt, müssen wir unser ohnehin geplantes Kaminholzregal eben partiell für den Hund bauen ;-)) Was tut man nicht alles ... Wir werden uns bald wieder melden, erstmal sind das ja viele Neuigkeiten für Tubsis Tagebuch. Im Frühjahr steht dann "Pferdetraining" auf dem Programm. Wir hoffen auch, dass wir andere ermutigen können, einer "schwierigen Story" doch noch ein "Happy End" zu geben!!!
(28.03.2007) 15 Sekunden Spaß ... und die Gartensaison ist für Hundebesitzer mit dem Aufsammeln von Schaumstoffschnipseln eröffnet! Nun sah es wirklich kurzzeitig so aus, als wollte Tubsi nur ein neues Kuschelkissen haben, jedoch nach knapp 15 Sekunden war es erlegt, professionell ausgeweidet und seine Überreste in die Grasnarbe gekratzt. Wie einfach man doch so einen kleinen Kaukasen richtig glücklich machen kann! Selbstverständlich - und wie die Fotos beweisen - haben wir dem Schlingel dafür so richtig mit der Bürste das Fell über die Ohren gezogen und ebenfalls auf dem Rasen verteilt! Soll er mal merken wie das Kissen sich gefühlt hat ;-))
Nachdem das Wetter sich auch im Norden richtig frühlingshaft entwickelt, beginnt für uns alle nach langen Wintermonaten wieder die "Outdoor-Saison". Für Tubsi heißt das vor allem den ganzen Tag mit dem Bauch nach oben in der Sonne zu liegen und nur noch müde zu blinzeln, beim Spazierengehen alle neuen Grasbüschel sorgfältig zu markieren und das Pferdetraining zu überwachen. Wie verrückt im Kreis durch den Sand laufen kann er natürlich auch schon aber doch zum Spaß und nicht auf Kommando ... Pferdefotos folgen also in Kürze. Kurzum, wir dürfen weiter berechtigte Zuversicht hinsichtlich TubsiŽs Entwicklung zu einem treuen Begleiter und verwöhnten Haushund haben. Er bleibt zwar auf eigenen Wunsch immer draußen und bewacht das gesamte Grundstück, kommt aber wenn wir im Garten und im Stall sind sofort zu uns und kuschelt. Es ist wirklich ein ausgewachsener Welpe. Wir melden uns bald wieder und wünschen natürlich allen Hunden bis dahin ein eigenes Zuhause mit liebe- und verständnisvollen Menschen, die sie so respektieren, wie sie sind!
(23.09.2007) An diesem herbstlich sonnigen Septembertag haben wir es nun endlich geschafft wieder neue Fotos für einen Tubsi-Reportzu erstellen... Heute waren wir alle gemeinsam bei unseren Ponys. Das große gescheckte Clydesdale ist der mittlerweile fünfjährige Melvin, das kleine weiße ist meine 16-jährige Araberstute Sana und der süße kleine Hund ist ... ? Genau richtig! Der Tubsi mit dem nagelneuen Spitznamen "Swiffer" (wegen seiner hübschen flauschigen Rute). Was können wir also über Tubsi erzählen? Er ist eben ein feiner Hund, meistens verschmust wie ein Kätzchen, manchmal albern wir ein Welpe, zeitweise ein aufmerksamer bellender Wachhund, mittags und spät abends sehr müde aber immer mit einem breiten Grinsen im hübschen Gesicht. Tubsi fährt leidenschaftlich gern mit im Auto und er steigt sogar klaglos in meinen kleinen Corolla, natürlich nur Kurzstrecke weil ich es für einen Kaukasen eigentlich zu eng finde. Das sieht Tubsi allerdings anders und hat schon regelmäßig das Aussteigen verweigert. Ein Hund mit ganz normalen Macken eben ;-)) Mit den zwei Katzen ist er soooo sanft beim Schmusen, leider geben sie uns keine Gelegenheit ein Foto zu machen. Irgendwann habe ich sicher mal die Kamera parat, wenn Tubsi unserer schwarzen Maxi durchs Fell schnuffelt. Wir sind viel mit Tubsi unterwegs, laufen am Wochenende gemeinsam durch die Harburger Berge und entdecken immer neue Strecken. Der kleine Kaukase ist ein prima Bergsteiger geworden, das hat er wohl im Österreichurlaub gelernt. Auf jeden Fall muss er immer vorneweg und kennt sich auch immer genau aus ... meistens ... naja, manchmal ... oder bis es eben nicht mehr weitergeht. Die Mischung seines Gehorsams vom sofortigen Stehenbleiben auf das leiseste Pfeifen bis zum absolut kaukasensturen "auf den Acker werfen" gibt einem manchmal echte Rätsel auf. Wir erwarten teilweise, dass er mit den Pfoten auf den Boden trommelt und bellt: "Ich will jetzt zurück nach Hause! Ich habe dort einen Job zu machen und mein Schlafplatz kühlt aus!" Tubsi ist eine richtige eigene Persönlichkeit, wir finden es wunderbar, so wie bei unserem BOBO damals, seine positive Entwicklung erleben und gestalten zu dürfen. Er schmust, spielt, döst und liegt mit den Pfoten nach oben in seiner Schlafhütte. Nachts schläft er lieber draußen in seinem Unterstand am Haus, morgens liegt er dann meistens im Flur, er ist nicht der Typ der einem schwanzwedelnd entgegentrabt, was für uns total in Ordnung ist. Ein unbeschreiblich zuneigungsvoller Blick aus seinen hübschen dunklen Augen und er bringt mit seinem breiten Grinsen jeden zum Lächeln. Dann ist es, als ob er von Innen heraus strahlt. Bald wird es einen neuen Tubsi-Report geben und wir wünschen bis dahin allen unglücklichen Seelen ein schönes neues Zuhause mit verständnisvollen Menschen.
(13.01.2008) Tubsi hat nun bereits ein ganzes Jahr bei uns verbracht und wir sind so glücklich mit ihm. Rückblickend hat er unheimlich viel gelernt, wer seine Vergangenheit nicht kennt, würde sie sicher nicht mal erahnen können. Der kleine Kauki zeigt sich sogar noch vertrauensvoller als Bobo, bei dem einige alte schlechte Erfahrungen wohl unheilbare Spuren hinterlassen hatten. Am Tag vor Weihnachten mussten wir mit Tubsi zum Tierarzt, weil er sich wohl beim Toben einen "Hexenschuß" geholt hat, bei der Untersuchung und zwei Spritzen stand unser Schnuffel wie ein Schaf. Nun ist er aber wieder wohlauf. Angesichts der positiven Entwicklung steht vielleicht sogar dieses Jahr noch "Zuwachs" an. Die Familie ist einverstanden und die Investition in die maßangefertigte Hundeklappe soll sich ja auch lohnen ;-)). Wir müssen mal sehen, was für ein Kandidat da am besten passt, werden jedoch auch nichts überstürzen. Bobo hätte mit einem Zweithund vermutlich einen Herzinfakt erlitten aber Tubsi wird sich sicher über permanente Gesellschaft freuen.
(04.02.2008) Ich bin sooo stolz auf Tubsi, dass ich Ihnen sofort vom heutigen Tag berichten muß! Auch Tubsi wird allen "Hundeexperten", die der Meinung sind, ein ehemaliger Zwingerhund müsse durch die schlechte Haltung und fehlende Sozialisierung zwangsläufig so schwerwiegende Schäden davongetragen haben, dass er niemals oder nur mit viel Aufwand therapierbar sei beweisen, dass sie ihre Bücher neu schreiben können. Bei Bobo damals waren es die starken Aggressionen, die den Hund ja unvermittelbar machen sollten und die man vermutlich niemals in den Griff kriegen würde. So ein Quatsch! JA! Tubsi´s Betreuer hatten damit Recht, dass in ihm ein echter Rohdiamant schlummerte. Heute habe ich ihn endlich zum ersten Mal mit zu einem kleinen Ausritt genommen. Durchs Dorf läuft er (Pferd links geführt und Hund rechts) an der Leine nebenher und in den Feldern dann frei. Er hat das einfach nur toll gemacht bzw. so, als würde er es nicht anders kennen. Beim Aufsteigen wartete er links neben dem Pferd und schaute zu mir hoch. Viele Hunde können dann ihren Besitzer auf dem Pferd irgendwie nicht mehr orten, Tubsi wusste genau bescheid, lief fleißig mit und reagierte einwandfrei auf jedes Kommando. Er ist einfach wundervoll!!! Zurück am Stall war er so überdreht, dass er meinen Mann wild zum Spielen aufforderte und seine Mütze durch die Luft warf, danach ist er einfach umgefallen und war erstmal k.o.. Ich wusste einfach, dass es irgendwann mit ihm auch am Pferd klappen würde und das nun bereits nach einem Jahr bei uns. Heute nachmittag war der kleine Kaukase auch mit nach einem größeren zweithundfähigen Geländewagen - statt Corolla - kucken, wir treffen also schon erste Vorbereitungen. Tubsi war noch nie mit in der Stadt und dennoch trotz Hauptstrasse, Lärm und so vielen Menschen total cool. Heute nacht wird er bestimmt gut schlafen. Mit einer Partnerin für Tubsi sieht es grundsätzlich gut aus, nur wollen wir hier noch ein paar Vorbereitungen treffen, brauchen dann einen längeren Urlaub etc.. Wenn ich mir Eve anschaue, denke ich, Sie werden sie vermutlich sehr schnell vermitteln können. Es macht auch keinen Sinn sie zu "reservieren", weil wir ja nicht wissen, ob sich die Hunde vertragen würden. Zudem wird es immer wieder arme Seelen auf der Suche nach einem Zuhause geben. Wir schauen einfach mal, wie es sich weiter entwickelt. Ist Eve eigentlich kastriert? Grüssen Sie bitte alle Tubsi-Bekannten von uns und wie immer wünsche ich allen Hunden ein tolles neues Zuhause, in dem sie ihre Talente voll einsetzen können.
(17.02.2008) Ein Sonntagnachmittag mit Eve und Tubsi Wir haben eine nette Runde mit den beiden Kauk-Hasen gedreht, Tubsi haben wir laufenlassen, uns bei Eve beim ersten Treffen aber nicht so ganz getraut auch wenn sie sicher gern eine Runde über den Acker galoppiert wäre. Das hat uns insgesamt alles gut gefallen, nun lassen wir die Eindrücke auf uns wirken und ich kläre mal den Rest der Familie darüber auf dass Eve ein Drittel mehr Hund ist als Tubsi, also dreimal Sunny inklusive Ball ... ;-))
(27.04.2008) Wir haben nun endlich ein paar ausgesprochen schöne Bilder von den beiden Kauk-Hasen machen können. Die beiden verstehen sich vom ersten Tag an ausgesprochen gut miteinander auch wenn es - noch - nicht die große Liebe zu sein scheint. Eve bemüht sich intensiv um Tubsi, knutscht ihn morgens auf die Backe, spielt ihn an, kneift ihm dabei fröhlich ins Bein, legt sich zu ihm in den Garten und frisst brav sein Futter und seine Knochen auf, wenn er sie achtlos liegenlässt. ;-)) Es ist schön, die beiden miteinander zu sehen und auch wenn Tubsi teilweise noch einen arg gehemmten Eindruck macht, sind wir zuversichtlich, dass er mit der Zeit viel Hundekommunikation von ihr lernen wird. Zugleich macht es uns sehr traurig, nun im direkten Vergleich mit Eve so deutlich mit den äußeren und inneren Schäden seiner jahrelangen Gefangenschaft konfrontiert zu werden .... Die beiden sind ganz verschieden, was den individuellen Charakter und die Ausdrucksmöglichkeiten betrifft. Eve ist ganz offen und interessiert, besonders an den Katzen ... grrrrr. Tubsi hingegen sehr vorsichtig und schüchtern, er würde im wahrsten Sinne nicht mal einer Fliege was zuleide tun. Beim Schmusen und Raufen sind beide voll dabei, leider eben noch nicht miteinander aber das kommt sicher noch. ;-)) Insgesamt können wir also nur Positives berichten, wir geniessen die Zeit mit den beiden Hunden sehr und die Vergesellschaftung war bestimmt eine gute Entscheidung. Bilder sagen ja mehr als tausend Worte.
(13. April 2009) Wir wollten uns doch mal zwischenzeitlich melden und ich sende Ihnen zwei Fotos unserer kaukasischen Wölfe, die sich langsam auf die Sommer-Siesta-Zeit vorbereiten. Sehen doch ganz zufrieden aus, oder?Den beiden geht es sehr gut. Sunny (Hund von meinem Vater) ist zwar gerade wieder läufig und verwirrt Tubsi's Gemüt, dafür ist er in unter diesen besonderen Umständen immer sehr kuschelig und gehorsam. Nützt ihm aber nix und leider profitiert Eve von seinem Kuschelbedürfnis überhaupt nicht. Dennoch - wie auf dem Foto zu sehen - duldet er nun, dass sie dicht bei ihm liegt und läuft nicht mehr sofort mit eingezogenem Kopf weg. Dafür ist sie nicht mehr so zickig ihm gegenüber (oder er kommt damit einfach besser klar).
 Leider hat sich eines von Evchens zwei "Katzenproblemen" vor einigen Tagen erledigt, unser Kater "Moritz" ist überfahren worden. Wir sind sehr traurig darüber, zumal es sich mit den Katzen ganz gut eingespielt hatte. Die Schwester von Moritz kommt nun leider nur noch spät abends zum Kuscheln ins Bett und ist ab früh morgens wieder den ganzen Tag weg. Ich hoffe, sie wird dennoch bei uns bleiben. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung nach nunmehr einem vollen Jahr und trotz teils schwieriger Umstände sehr zufrieden. Es macht unheimlich Spaß, das Leben mit den beiden Puschels zu teilen und zu sehen, wie ausgeglichen und zufrieden sie aussehen. Eve ist wirklich eine tolle Hündin mit einem intensiv ausgeprägten Verständnis und Charakter, sie hat es auf jeden Fall verdient, geliebt zu werden und ein schönes Zuhause zu haben. Wir bemerken sehr häufig, dass sich die beiden mittlerweile gut aneinander orientieren und auch Tubsi mal "nach ihr gucken" geht. Wenn Tubsi zum Gassi los möchte, flüstert er Eve manchmal was ins Ohr, dann kommt sie ins Wohnzimmer, baut sich vor uns auf und bellt uns in voller Lautstärke an. Keine Ahnung, ob man die beiden noch guten Gewissens trennen könnte. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Hundefreunde derzeit auch keine Lust auf "Second-Hand-Hunde" haben und wieder verstärkt "neu" kaufen. Das betrifft sogar Bekannte, von denen wir nie erwartet hätten, dass sie sich für mehrer hundert Euro einen (Mix-)Welpen aus einer Hinterhofzucht holen. Sei es drum, wir möchten lieber gar nicht permanent dran denken und erfreuen uns unserer beiden Hunde, die hier ein schönes zweites Leben führen dürfen. A propos Gassi, ich will gleich noch eine Runde los und sende herzliche Grüße!
(7. Februar 2010) Tubsi sieht zur Zeit etwas gerupft aus, eigentlich ist es auch ungünstiger Zeitpunkt für einen Fellwechsel aber wir haben trotzdem Fotos von ihm gemacht. Eve ist jetzt ein knappes Jahr bei uns und wir haben die "Findungsphase" alle gut überstanden. So toll wie die beiden sich entwickelt haben, bekommt man doch Lust, alle heimatlosen (Herdenschutz-)Hunde dieser Welt zu retten. Tubsi findet das Knutschen langsam besser, schaut aber trotzdem noch griesgrämig dabei ;-)
Manchmal war es nicht einfach, zuletzt als Eve die ganze Familie komplett neu sortiert hat und wir sogar feststellen mussten, dass unser eigentlich unkompliziertes Mädchen nicht mehr einfach in ein anderes Rudel umziehen wollte. Mit den beiden Kaukasen haben wir noch viel dazu gelernt und vor allem, dass Zeit, Geduld und unsere Liebe zu den Tieren sich irgendwann auszahlt und ein tiefgründiges fast blindes Vertrauen daraus resultiert. Wir haben auch erfahren, dass diese großen und ruhigen Hunde eine hohe Sensibilität im Umgang mit Fremden aber auch mit bekannten Personen haben und es nicht irgendwann "schon genauso toll laufen wird wie mit dem Vorgängerhund". Als "Gegenpol" verfügen die beiden über einen unglaublich ausgeprägten Familiensinn und haben einen feinen Instinkt für Freundlichkeit oder Ablehnung von Außenstehenden, oft orientieren sie sich aber auch einfach an unserer Haltung. Daher kann es von Vorteil sein zu lernen, über seine Mitmenschen einfach mal "nichts" zu denken. Klassische Rangordnungsfragen gibt es in unserem Rudel niemals, auch keinen Futterneid oder Streit um Lieblingsplätze. Die kleinen Verwirrungsmomente sind selten geworden, das Gruppenkuscheln hingegen ist einfach wundervoll. Wir haben aktiv eigentlich kaum etwas dazu beigetragen, es entwickelt sich von selbst immer stärker und wenn es mal nicht so läuft, braucht man eben einen laaaangen Atem. Vielleicht ist es das, was die meisten Menschen heute verloren haben oder auch gar nicht mehr haben wollen. Jedenfalls bestimmen immer die Hunde, ob ich morgens pünktlich zur Arbeit komme und es stresst mich mitterweile nicht mehr. ;-)) Wir hoffen jedenfalls, im Laufe der Jahre noch viele Hunde an unserer "Insel" teilhaben lassen zu können und freuen uns, dass hier und heute Tubsi und Eve bei uns sicher sind. Allen traurigen und einsamen Herzen wünschen wir, dass sie auch bald eine eigene Familie finden mit der sie einmal schöne Zeiten erleben dürfen.
Kaukasen - Suchbild ...

|
 |